Ein Funnel klingt zunächst komplizierter, als er eigentlich ist. Gemeint ist im Online-Marketing ein strukturierter Weg, den ein Besucher von seinem ersten Kontakt mit einem Angebot bis zu einer gewünschten Handlung durchläuft.
Diese Handlung kann ein Kauf sein. Sie kann aber genauso gut darin bestehen, sich für einen Newsletter einzutragen, ein kostenloses E-Book herunterzuladen oder ein Beratungsgespräch anzufragen.
Gerade im Affiliate Marketing spielen Funnels eine wichtige Rolle. Statt einen Besucher einfach auf irgendeine Verkaufsseite zu schicken, kann man ihn gezielt informieren, Vertrauen aufbauen und anschließend zu einem passenden Angebot führen.
Aber genau hier liegt auch ein häufiger Denkfehler: Ein Funnel ist keine Gelddruckmaschine.
Ein technisch perfekter Funnel bringt wenig, wenn das Angebot nicht zur Zielgruppe passt, die Besucher nicht qualifiziert sind oder die Landingpage niemanden überzeugt.
In diesem Ratgeber zeige ich dir deshalb nicht nur, was ein Funnel ist, sondern auch, wie er funktioniert, welche Funnel-Arten es gibt, wie ein Affiliate Funnel aufgebaut sein kann und worauf du bei Kosten, Traffic, Conversion und möglichen Risiken achten solltest.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Funnel?
Ein Funnel ist ein geplanter Prozess, mit dem Besucher Schritt für Schritt zu einer bestimmten Handlung geführt werden.
Das englische Wort „Funnel“ bedeutet Trichter. Der Begriff passt deshalb ganz gut: Am Anfang können sich sehr viele Menschen befinden, während am Ende nur ein Teil davon tatsächlich eine gewünschte Handlung ausführt.
Ein stark vereinfachtes Beispiel:
1.000 Personen sehen einen Beitrag → 100 klicken → 30 informieren sich genauer → 10 kaufen.
Der Funnel beschreibt also nicht nur eine einzelne Webseite. Er beschreibt den gesamten Weg vom ersten Kontakt bis zur Conversion.
Dabei kann der Funnel beispielsweise aus folgenden Elementen bestehen:
- Social-Media-Beitrag
- YouTube-Video
- Google-Suche
- Werbeanzeige
- Landingpage
- kostenloser Download
- E-Mail-Serie
- Verkaufsseite
- Checkout
- Upsell
Entscheidend ist, dass diese Elemente miteinander verbunden sind und ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Die einfachste Definition
Ein Funnel ist ein strukturierter Verkaufs- oder Marketingprozess, der einen Besucher Schritt für Schritt zu einer gewünschten Handlung führt.
Diese Handlung muss nicht zwingend ein Kauf sein.
Bei einem Lead Funnel kann das beispielsweise die Eintragung in eine E-Mail-Liste sein. Bei einem Affiliate Funnel kann die Zielhandlung der Kauf eines empfohlenen Produkts sein.
Wie funktioniert ein Funnel?
Ein Funnel orientiert sich idealerweise an der Situation, in der sich ein potenzieller Kunde gerade befindet.
Nicht jeder Besucher ist sofort bereit, Geld auszugeben.
Stell dir vor, jemand sucht bei Google nach:
„Wie kann ich nebenbei online Geld verdienen?“
Diese Person kennt möglicherweise noch keine konkrete Plattform und hat vielleicht auch noch keine Kaufabsicht.
Sie befindet sich am Anfang der Customer Journey.
Ein anderer Nutzer sucht dagegen:
„Digistore24 Affiliate Kurs kaufen“
Hier ist die Kaufabsicht bereits deutlich konkreter.
Ein guter Funnel berücksichtigt diesen Unterschied.
1. Aufmerksamkeit erzeugen
Am Anfang steht Traffic.
Menschen müssen überhaupt erst auf dein Thema oder dein Angebot aufmerksam werden.
Traffic kann beispielsweise über folgende Quellen entstehen:
- YouTube
- TikTok
- Newsletter
- Empfehlungen
- bezahlte Werbung
Bei einem Affiliate Funnel könnte ein YouTube-Video beispielsweise erklären, wie man mit Affiliate Marketing startet.
Der Zuschauer erhält anschließend einen Link zu einer weiterführenden Seite.
2. Interesse wecken
Jetzt muss der Besucher einen Grund haben, weiterzumachen.
Eine Landingpage sollte deshalb nicht einfach nur sagen:
„Kaufe dieses Produkt.“
Das kann funktionieren, ist aber häufig zu früh.
Besser ist es, zunächst die konkrete Frage des Besuchers aufzugreifen.
Beispiel:
„Du möchtest mit Affiliate Marketing starten, weißt aber nicht, welches Modell für Anfänger sinnvoll ist? Hier findest du die wichtigsten Schritte.“
Der Besucher erkennt:
Diese Seite beschäftigt sich mit meinem Problem.
3. Vertrauen aufbauen
Vertrauen ist ein entscheidender Bestandteil vieler Funnels.
Gerade bei Themen wie Geld verdienen, Online-Business und Investments ist das besonders wichtig.
Ein Besucher möchte wissen:
- Wer steckt hinter dem Angebot?
- Was wird tatsächlich versprochen?
- Welche Kosten entstehen?
- Gibt es Risiken?
- Für wen eignet sich das Angebot?
- Gibt es nachvollziehbare Informationen?
- Was passiert nach dem Kauf?
Hier würde ich besonders genau hinschauen.
Ein Funnel, der nur mit großen Einkommensversprechen arbeitet, kann zwar Aufmerksamkeit erzeugen, aber gleichzeitig Vertrauen zerstören.
4. Das Angebot präsentieren
Erst wenn der Besucher ausreichend informiert ist, wird das eigentliche Angebot relevant.
Das kann sein:
- ein Online-Kurs
- ein E-Book
- eine Software
- ein Coaching
- ein Abo
- ein physisches Produkt
- ein Affiliate-Angebot
Bei Affiliate Marketing wird der Besucher über einen Affiliate-Link zum Anbieter weitergeleitet.
Bei Digistore24 sind solche Affiliate-Links beispielsweise mit der Affiliate-ID des Partners verbunden. Darüber kann die Affiliate-Zuordnung erfolgen.
5. Conversion
Am Ende steht die gewünschte Handlung.
Das kann ein:
- Kauf
- Download
- Newsletter-Abonnement
- Termin
- Registrierung
- Antrag
sein.
Genau deshalb ist ein Funnel auch nicht automatisch ein Sales Funnel.
Der Begriff Funnel ist allgemeiner.
Funnel einfach erklärt: Ein Beispiel
Nehmen wir an, du möchtest als Affiliate einen Online-Kurs zum Thema Fotografie empfehlen.
Ein möglicher Funnel könnte so aussehen:
Instagram-Post
↓
kostenloser Fotografie-Tipp
↓
Landingpage
↓
kostenloses PDF
↓
E-Mail-Eintragung
↓
mehrteilige E-Mail-Serie
↓
Vorstellung des passenden Kurses
↓
Affiliate-Link
↓
Verkaufsseite
↓
Kauf
Das Interessante daran:
Der Besucher wird nicht sofort mit einem Kauf konfrontiert.
Stattdessen bekommt er zunächst etwas, das für ihn einen konkreten Nutzen hat.
Das kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er sich intensiver mit dem Thema beschäftigt.
Welche Funnel-Arten gibt es?
Funnels können sehr unterschiedlich aufgebaut sein.
Sales Funnel
Der Sales Funnel verfolgt hauptsächlich ein Ziel:
einen Verkauf erzielen.
Ein klassischer Ablauf könnte sein:
Traffic → Landingpage → Verkaufsseite → Checkout → Kauf
Je nach Produkt kommen weitere Schritte hinzu.
Lead Funnel
Hier steht nicht der direkte Verkauf im Mittelpunkt.
Das Ziel besteht darin, einen Lead zu gewinnen.
Beispielsweise:
Anzeige → Landingpage → kostenloser Download → E-Mail-Adresse
Der Anbieter kann anschließend über E-Mail-Marketing weiter mit dem Interessenten kommunizieren.
Ein Lead Funnel eignet sich insbesondere dann, wenn die Kaufentscheidung nicht sofort fällt.
Affiliate Funnel
Beim Affiliate Funnel bewirbst du ein Produkt, das dir nicht selbst gehört.
Du erhältst bei einem erfolgreichen Verkauf eine Provision.
Der Funnel kann beispielsweise so aussehen:
Content → Landingpage → Produktvorstellung → Affiliate-Link → Anbieter → Kauf
Digistore24 beschreibt Affiliate-Links als Werbemittel, mit denen Affiliates Produkte von Vendoren bewerben. Ein solcher Link kann Interessenten auf eine Funnelseite beziehungsweise Verkaufsseite des Anbieters führen.
Der große Vorteil:
Du brauchst nicht zwingend ein eigenes Produkt.
Der Nachteil:
Du bist von dem Anbieter, dessen Angebot und den jeweiligen Affiliate-Bedingungen abhängig.
Webinar Funnel
Bei einem Webinar Funnel wird ein Interessent zunächst zu einem Webinar oder einer vergleichbaren Informationsveranstaltung geführt.
Beispiel:
Werbung → Webinar-Anmeldung → Webinar → Angebot → Kauf
Das Modell kann besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten interessant sein.
Produkt-Funnel
Hier wird ein eigenes Produkt verkauft.
Das kann beispielsweise sein:
- E-Book
- Online-Kurs
- Software
- Coaching
- Membership
Ein Produkt-Funnel kann zusätzliche Angebote enthalten.
Beispielsweise:
Hauptprodukt → Upsell → Zusatzprodukt
Dadurch soll nicht unbedingt nur die Anzahl der Kunden, sondern auch der durchschnittliche Bestellwert steigen.
Funnel vs. Website – wo liegt der Unterschied?
Eine Website und ein Funnel sind nicht dasselbe.
Eine klassische Website ist häufig relativ offen aufgebaut.
Ein Besucher kann:
- verschiedene Kategorien öffnen
- Blogartikel lesen
- das Impressum besuchen
- zwischen Produkten wechseln
- die Navigation verwenden
Ein Funnel ist dagegen wesentlich zielgerichteter.
Beispiel:
Landingpage → Formular → Angebot → Kauf
Die Navigation kann bewusst reduziert werden, damit der Besucher sich auf eine bestimmte Handlung konzentriert.
Das bedeutet aber nicht, dass eine Website schlecht für Funnels geeignet ist.
Im Gegenteil:
Ein Blog kann Besucher über Google gewinnen und diese Besucher anschließend gezielt in passende Funnel-Schritte weiterleiten.
Gerade für Content Creator und Affiliate-Websites ist diese Kombination interessant.
Was ist ein Affiliate Funnel?
Ein Affiliate Funnel ist ein Funnel, bei dem das beworbene Produkt nicht dir gehört.
Du bist Vermittler.
Das Prinzip:
Du bringst den Interessenten zum passenden Angebot → der Anbieter verkauft → du erhältst bei erfolgreicher Zuordnung eine Provision.
Ein Affiliate Funnel kann deshalb beispielsweise aus folgenden Bestandteilen bestehen:
Traffic
Du gewinnst Besucher über:
- SEO
- YouTube
- Social Media
- Newsletter
- Werbung
Content
Der Besucher erhält hilfreiche Informationen.
Landingpage
Die Landingpage greift das konkrete Problem auf.
Empfehlung
Du stellst ein passendes Produkt vor.
Affiliate-Link
Der Besucher wird über deinen Affiliate-Link zum Anbieter geführt.
Conversion
Kommt es zu einem erfolgreichen Kauf und wird dieser korrekt deinem Affiliate-Konto zugeordnet, erhältst du die entsprechende Provision.
Digistore24 erklärt, dass die Affiliate-ID Bestandteil des Affiliate-Links ist und zur Zuordnung des Affiliate-Verkaufs verwendet wird.
Wie funktioniert ein Funnel mit Digistore24?
Digistore24 ist besonders interessant, wenn du Affiliate Marketing mit digitalen Produkten verbinden möchtest.
Die Plattform bietet einen Affiliate-Marktplatz und stellt Affiliates persönliche Affiliate-Links für beworbene Angebote bereit. Nach Angaben von Digistore24 stehen Affiliates tausende Angebote aus zahlreichen Nischen zur Verfügung.
Das Grundprinzip ist relativ einfach:
- Digistore24-Konto erstellen.
- Passendes Affiliate-Produkt auswählen.
- Affiliate-Link beziehungsweise Promolink erhalten.
- Zielgruppe über geeignete Kanäle erreichen.
- Interessenten auf das Angebot führen.
- Verkäufe über die Affiliate-Zuordnung erfassen.
- Bei erfolgreichen Verkäufen Provision erhalten.
Digistore24 unterscheidet unter anderem zwischen Promolinks und Contentlinks. Der Promolink führt zur hinterlegten Verkaufsseite, während ein Contentlink auch zu einer anderen Funnel-Seite führen kann.
Interessant wird es, wenn du nicht einfach wahllos Produkte bewirbst.
Denn genau hier liegt einer der häufigsten Anfängerfehler:
Ein gutes Affiliate-Produkt ist nicht automatisch ein gutes Produkt für deine Zielgruppe.
Wenn dein Content beispielsweise Menschen anspricht, die gerade erst mit Affiliate Marketing beginnen, kann ein extrem komplexes Business-Coaching völlig am Bedarf vorbeigehen.
Wie erstellt man einen Funnel?
Ein Funnel lässt sich grundsätzlich in mehreren Schritten planen.
Schritt 1: Zielgruppe bestimmen
Bevor du irgendeine Landingpage baust, solltest du wissen:
Für wen ist das Angebot gedacht?
Beispiel:
Nicht:
„Menschen, die online Geld verdienen wollen.“
Sondern:
„Anfänger, die mit Affiliate Marketing starten möchten und noch kein eigenes Produkt besitzen.“
Je genauer die Zielgruppe, desto leichter lässt sich die Kommunikation ausrichten.
Schritt 2: Ziel definieren
Was soll am Ende passieren?
Beispielsweise:
- Produkt kaufen
- E-Mail-Adresse hinterlassen
- kostenlosen Leitfaden herunterladen
- Beratung buchen
- Demo testen
Ein Funnel ohne klares Ziel wird schnell zu einer Sammlung von Webseiten.
Schritt 3: Trafficquelle auswählen
Jetzt stellt sich die Frage:
Woher kommen die Besucher?
Für Anfänger kann organischer Traffic interessant sein.
Beispiele:
- Blog
- YouTube
- Social Media
Wer bereits Erfahrung mit Werbung hat, kann auch bezahlten Traffic einsetzen.
Hier steigt allerdings das finanzielle Risiko.
Schritt 4: Landingpage erstellen
Die Landingpage sollte eine klare Aufgabe erfüllen.
Sie sollte möglichst schnell beantworten:
- Was bekomme ich?
- Warum ist das relevant?
- Für wen ist es?
- Was soll ich jetzt tun?
Eine gute Landingpage braucht deshalb nicht zwangsläufig besonders viele Elemente.
Oft ist weniger mehr.
Schritt 5: Angebot integrieren
Nun wird das eigentliche Angebot eingebunden.
Bei Affiliate Marketing kann das über einen Affiliate-Link geschehen.
Wichtig:
Die Empfehlung sollte zum Inhalt passen.
Wer einen Artikel über kostenlose Möglichkeiten zum Online-Geldverdienen liest und anschließend auf eine 2.000-Euro-Coachinglösung geschickt wird, könnte sich zurecht fragen, was das mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat.
Schritt 6: Funnel testen
Bevor du Besucher darauf schickst, solltest du selbst den kompletten Prozess durchlaufen.
Teste:
- Funktioniert der Link?
- Lädt die Landingpage schnell?
- Funktioniert das Formular?
- Kommt die Bestätigungsmail an?
- Funktioniert der Affiliate-Link?
- Ist die mobile Darstellung korrekt?
- Sind alle wichtigen Informationen vorhanden?
Gerade bei Funnels können kleine technische Fehler große Auswirkungen haben.
Was kostet ein Funnel?
Die Kosten können zwischen nahezu null und mehreren tausend Euro liegen.
Das hängt davon ab, wie du den Funnel aufbaust.
| Variante | Mögliche Kosten | Aufwand |
|---|---|---|
| einfache Landingpage | gering | niedrig |
| Funnel mit kostenlosen Tools | gering | mittel |
| Funnel mit E-Mail-Marketing | gering bis mittel | mittel |
| professioneller Funnel | mittel | mittel |
| Agentur/Funnel-Spezialist | hoch | niedrig für dich |
Hinzu kommen möglicherweise:
- Domain
- Hosting
- Funnel-Software
- E-Mail-Marketing
- Tracking
- Werbekosten
- Design
- Texte
- externe Dienstleister
Deshalb würde ich Anfängern nicht empfehlen, direkt ein teures Funnel-System zu kaufen.
Erst sollte das Geschäftsmodell funktionieren.
Dann kann man technische Prozesse verbessern und automatisieren.
Kann man mit einem Funnel Geld verdienen?
Ja, ein Funnel kann dabei helfen, Verkäufe oder Leads zu erzeugen.
Aber der Funnel selbst verdient kein Geld.
Das wird gerade in Werbeanzeigen häufig etwas anders dargestellt.
Ein Funnel benötigt mindestens:
Traffic + relevantes Angebot + überzeugende Kommunikation + funktionierenden Prozess.
Fehlt eine dieser Komponenten, kann das Ergebnis enttäuschend sein.
Ein Beispiel:
Du hast 1.000 Besucher.
Davon klicken 100 Personen auf dein Angebot.
10 Personen kaufen.
Wenn du pro Verkauf beispielsweise 30 Euro Provision erhältst, wären das:
10 × 30 Euro = 300 Euro
Dem stehen allerdings möglicherweise Kosten gegenüber.
Wenn du beispielsweise 200 Euro für Werbung ausgegeben hast, bleiben in diesem vereinfachten Beispiel:
300 Euro Einnahmen – 200 Euro Werbekosten = 100 Euro
Und genau deshalb sollte man niemals nur auf die Provision schauen.
Entscheidend ist das Verhältnis zwischen:
- Traffic
- Kosten
- Conversion
- Provision
- Storno
- Zeitaufwand
Dieses Beispiel dient lediglich der Veranschaulichung und stellt keine Verdienstgarantie dar.
Rechenbeispiel: So entsteht eine Conversion
Nehmen wir einen einfachen Affiliate Funnel.
1000 Besucher kommen auf eine Landingpage.
Davon klicken 100 auf den Affiliate-Link.
Das entspricht einer Klickrate von:
10 %
Von diesen 100 Personen kaufen 5 das Produkt.
Die Conversion bezogen auf die Klicks beträgt damit:
5 %
Wenn die Provision pro Verkauf 40 Euro beträgt:
5 × 40 Euro = 200 Euro
Das zeigt gleichzeitig ein wichtiges Prinzip:
Wenn du die Conversion verbesserst, musst du nicht zwingend mehr Besucher kaufen oder generieren.
Angenommen, aus 100 Klicks werden statt 5 nun 8 Verkäufe:
8 × 40 Euro = 320 Euro
Die Optimierung des bestehenden Funnels kann deshalb genauso interessant sein wie die Suche nach noch mehr Traffic.
Typische Funnel-Fehler
1. Zu früh verkaufen
Der Besucher kommt auf die Seite und sieht sofort:
„JETZT KAUFEN!“
Das kann bei stark kaufbereiten Nutzern funktionieren.
Bei kaltem Traffic ist es häufig zu früh.
2. Das Angebot passt nicht zur Zielgruppe
Ein hoher Provisionssatz macht ein Produkt nicht automatisch attraktiv.
Wenn das Produkt nicht zum Problem des Besuchers passt, hilft auch ein ausgeklügelter Funnel wenig.
3. Zu viele Schritte
Ein Funnel kann auch zu kompliziert werden.
Wenn ein Besucher durch:
- fünf Landingpages
- drei Formulare
- zwei Videos
- vier E-Mails
muss, bevor er überhaupt das Angebot sieht, kann das unnötige Reibung erzeugen.
4. Unrealistische Versprechen
Gerade im Bereich Online-Geldverdienen ist die Versuchung groß, mit extremen Versprechen zu arbeiten.
„10.000 Euro im Monat ohne Arbeit“ klingt zwar aufmerksamkeitsstark.
Es ist aber keine seriöse Grundlage für eine langfristige Marke.
5. Nur auf Conversion schauen
Eine hohe Conversion Rate ist nicht automatisch gut.
Wenn du beispielsweise etwas völlig anderes versprichst, als der Kunde anschließend erhält, kann eine kurzfristig gute Conversion langfristig zu:
- Beschwerden
- Rückerstattungen
- schlechten Bewertungen
- Vertrauensverlust
führen.
6. Mobile Nutzer vergessen
Ein Funnel muss auf Smartphones funktionieren.
Viele Besucher kommen heute über mobile Geräte.
Deshalb sollten Landingpages, Formulare und Buttons auch auf kleinen Bildschirmen problemlos funktionieren.
Worauf sollte man besonders achten?
Tracking
Ein Funnel sollte möglichst nachvollziehbar machen, wo Besucher abspringen.
Beispielsweise:
1.000 Besucher
↓
300 Landingpage-Klicks
↓
100 Leads
↓
50 Angebotsbesucher
↓
5 Verkäufe
Damit erkennst du, an welcher Stelle Probleme entstehen.
Digistore24 bietet nach eigenen Angaben verschiedene Tracking- und Analysefunktionen an, mit denen sich Schritte im Verkaufsprozess messen lassen.
Datenschutz
Sobald du personenbezogene Daten erhebst, solltest du Datenschutz nicht als Nebensache behandeln.
Das betrifft beispielsweise:
- Newsletter-Anmeldungen
- Kontaktformulare
- Tracking
- Cookies
- Analysewerkzeuge
- Werbetechnologien
Welche Anforderungen konkret gelten, hängt unter anderem von deinem Setup und den eingesetzten Diensten ab.
Hier sollte im Zweifel eine aktuelle rechtliche Prüfung erfolgen.
Affiliate-Kennzeichnung
Wenn du Affiliate-Links verwendest, sollte für den Besucher transparent sein, dass es sich um eine kommerzielle Empfehlung handeln kann.
Das ist nicht nur eine Frage des Vertrauens.
Transparenz gehört zu einem professionellen Affiliate-Auftritt.
Geschäftsmodell verstehen
Ein Funnel kann einen schlechten wirtschaftlichen Prozess nicht dauerhaft reparieren.
Wenn:
- das Produkt schlecht ist,
- die Provision zu gering ist,
- der Traffic zu teuer ist,
- die Zielgruppe falsch gewählt wurde,
wird auch der beste Funnel irgendwann an seine Grenzen stoßen.
Lohnt sich ein Funnel?
Für wen?
Ein Funnel kann besonders interessant sein für:
- Affiliate Marketer
- Online-Shop-Betreiber
- Coaches
- Anbieter digitaler Produkte
- SaaS-Anbieter
- Content Creator
- Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Angeboten
Wann lohnt sich ein Funnel eher nicht?
Wenn du lediglich eine sehr einfache Information bereitstellen möchtest, brauchst du nicht zwingend einen komplizierten Funnel.
Auch bei einem kleinen Projekt mit wenigen Besuchern kann ein umfangreicher Funnel unnötig sein.
Manchmal reicht:
guter Content → passende Empfehlung → klare Handlungsaufforderung
Das wird häufig unterschätzt.
Meine Einschätzung
Meine redaktionelle Bewertung:
| Bereich | Bewertung |
|---|---|
| Einstieg | 8/10 |
| Zeitaufwand | 6/10 |
| Schwierigkeit | 6/10 |
| Verdienstpotenzial | 7/10 |
| Risiko | 5/10 |
| Langfristige Perspektive | 8/10 |
Diese Bewertung ist eine redaktionelle Einschätzung und keine objektive Messung.
Einstieg: Ein einfacher Funnel lässt sich relativ verständlich aufbauen.
Zeitaufwand: Der technische Aufbau kann schnell gehen. Die eigentliche Arbeit steckt aber häufig in Content, Zielgruppenanalyse, Tests und Optimierung.
Schwierigkeit: Einen Funnel online zu stellen ist einfach. Einen Funnel wirtschaftlich erfolgreich zu machen, ist deutlich schwieriger.
Verdienstpotenzial: Funnels können bei passenden Geschäftsmodellen einen wichtigen Bestandteil des Verkaufsprozesses darstellen. Eine Einnahmegarantie gibt es jedoch nicht.
Risiko: Das finanzielle Risiko steigt insbesondere bei bezahlter Werbung.
Langfristige Perspektive: Das Prinzip, Interessenten strukturiert durch einen Entscheidungsprozess zu führen, wird nicht einfach verschwinden. Die konkreten Tools und Plattformen können sich allerdings verändern.
Häufige Fragen
Was ist ein Funnel einfach erklärt?
Ein Funnel ist ein geplanter Weg, den ein Besucher von seinem ersten Kontakt mit einem Angebot bis zu einer gewünschten Handlung durchläuft. Das kann ein Kauf, eine Anmeldung oder ein Download sein. Der Funnel heißt Trichter, weil sich viele Besucher am Anfang des Prozesses befinden können und nur ein Teil davon am Ende konvertiert.
Wie funktioniert ein Funnel?
Ein Funnel beginnt normalerweise mit Traffic. Besucher gelangen beispielsweise über Google, Social Media oder Werbung auf eine Landingpage. Dort werden Informationen vermittelt, Vertrauen aufgebaut und anschließend eine gewünschte Handlung angeboten. Das kann ein Kauf, eine Anmeldung oder ein Klick auf ein Affiliate-Angebot sein.
Was ist ein Affiliate Funnel?
Ein Affiliate Funnel führt Interessenten gezielt zu einem Produkt, das von einem anderen Unternehmen angeboten wird. Der Affiliate erhält bei einer erfolgreichen Zuordnung eine Provision. Der Funnel kann aus Content, Landingpage, E-Mail-Marketing und einer anschließenden Weiterleitung zum Anbieter bestehen.
Kann man mit Funnels Geld verdienen?
Ja, Funnels können Teil eines profitablen Geschäftsmodells sein. Sie erzeugen allerdings nicht automatisch Einnahmen. Entscheidend sind unter anderem Zielgruppe, Angebot, Traffic, Conversion Rate, Kosten und Provision. Besonders bei bezahltem Traffic sollte vorab genau gerechnet werden.
Wie viel kostet ein Funnel?
Ein einfacher Funnel kann mit vergleichsweise geringen Kosten aufgebaut werden. Professionelle Funnel-Systeme, E-Mail-Tools, Tracking, Design und Werbung können die Kosten deutlich erhöhen. Entscheidend ist nicht der Preis des Tools, sondern ob der gesamte Funnel wirtschaftlich funktioniert.
Brauche ich für einen Funnel eine Website?
Nicht zwingend. Ein Funnel kann beispielsweise über einzelne Landingpages aufgebaut werden. Eine eigene Website kann jedoch langfristig Vorteile bieten, insbesondere wenn du organischen Traffic über Suchmaschinen, Blogartikel oder andere Inhalte gewinnen möchtest.
Was ist der Unterschied zwischen Funnel und Landingpage?
Eine Landingpage ist normalerweise nur ein Bestandteil eines Funnels. Der Funnel beschreibt den gesamten Prozess, während die Landingpage eine einzelne Seite innerhalb dieses Prozesses sein kann.
Wie funktioniert ein Funnel bei Digistore24?
Bei einem Affiliate Funnel kann ein Besucher zunächst über Content oder eine Landingpage auf ein Digistore24-Angebot aufmerksam gemacht werden. Über den persönlichen Affiliate-Link wird die Zuordnung des Affiliates ermöglicht. Bei einem erfolgreichen Kauf kann der Affiliate eine Provision erhalten.
Ist Funnel Marketing seriös?
Funnel Marketing ist zunächst lediglich eine Methode, einen Marketing- oder Verkaufsprozess zu strukturieren. Ob ein konkretes Funnel-Angebot seriös ist, hängt vom Geschäftsmodell, Produkt, Anbieter, den Versprechen und den Bedingungen ab. Ein Funnel selbst ist weder automatisch seriös noch unseriös.
Wie lange dauert es, bis ein Funnel Geld verdient?
Dafür gibt es keine seriöse allgemeingültige Zeitangabe. Ein Funnel benötigt Besucher und ein funktionierendes Angebot. Ein neuer Funnel kann zunächst getestet und optimiert werden müssen. Bei organischem Traffic kann der Aufbau länger dauern als bei bereits vorhandenem Publikum.
Kann ich einen Funnel ohne eigenes Produkt erstellen?
Ja. Genau dafür kann Affiliate Marketing interessant sein. Statt ein eigenes Produkt zu entwickeln, kannst du passende Produkte anderer Anbieter empfehlen und bei erfolgreichen Verkäufen eine Provision erhalten.
Fazit: Was ist ein Funnel?
Ein Funnel ist im Grunde nichts anderes als ein strukturierter Weg vom ersten Kontakt bis zu einer gewünschten Handlung.
Das kann ein Verkauf sein, aber auch eine Newsletter-Anmeldung, ein Download oder eine andere Conversion.
Besonders im Affiliate Marketing sind Funnels interessant, weil du Besucher nicht einfach blind auf irgendein Produkt schicken musst. Du kannst zunächst ein Problem erklären, Mehrwert liefern, Vertrauen aufbauen und anschließend ein passendes Angebot empfehlen.
Mit Plattformen wie Digistore24 lässt sich dieses Prinzip mit Affiliate-Produkten verbinden. Digistore24 stellt dafür unter anderem Affiliate-Links und verschiedene Tracking- und Conversion-Funktionen bereit.
Trotzdem würde ich Funnels nicht überschätzen.
Ein Funnel ist kein Geschäftsmodell. Er ist ein Werkzeug innerhalb eines Geschäftsmodells.
Wenn Zielgruppe, Angebot und Traffic stimmen, kann ein Funnel sehr wertvoll sein. Wenn das Fundament nicht stimmt, bringt auch die schönste Landingpage wenig.
Wer gerade anfängt, sollte deshalb nicht zuerst möglichst viele Tools kaufen. Besser ist es, zunächst einen einfachen Prozess aufzubauen:
Zielgruppe → hilfreicher Content → passendes Angebot → klare Handlung → messen → verbessern.
Genau daraus kann später ein professioneller Funnel entstehen.
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