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Der Onlinehandel als barrierefreie Gründungsform

11. Oktober 2011

Die Deutschen drängt es in die Selbständigkeit. Alleine im Jahr 2010 haben in Deutschland rund 936.000 Menschen eine selbständige Tätigkeit aufgenommen. So berichtet es der KfW-Gründungsmonitor 2011 auf der Basis einer Studie, in deren Rahmen rund 50.000 Personen über ihr Gründungsverhalten befragt wurden. Damit befindet sich die Anzahl von Gründungen auf einem Rekordhoch. Im Vergleich zum Vorjahr 2009 stieg die Zahl der Unternehmensgründungen um 8 Prozent. Mehr als 15 Prozent der angehenden Unternehmer entschieden sich dabei für eine Existenzgründung im Handel. Vor allem der Online-Handel ist in der deutschen Gründerszene besonders beliebt, da er, so berichten zahlreiche Existenzgründung Ratgeber, vergleichsweise barrierefrei ist.

Den eigenen Shop bekannt machen über Marktplätze, Auktionsplattformen, Preissuchmaschinen und Webkataloge

Dies liegt vor allem an der guten Infrastruktur in diesem Geschäftsfeld. Es stehen zum einen viele Hersteller, Großhändler und Importeure bereit, die angehende Onlinehändler mit Produkten versorgen. Darüber hinaus wächst das Angebot an bezahlbaren Plattformen für Webshops kontinuierlich. Zahlreiche Marktplätze, Auktionsplattformen, Preissuchmaschinen und Webkataloge bieten gute Möglichkeiten, um den eigenen Shop und die dort angebotenen Produkte innerhalb von kurzer Zeit bekannt zu machen. Und nicht zuletzt erlauben soziale Netze wie Twitter oder Facebook die Werbung in eigener Sache, ohne dass hierfür Kosten anfallen. Sonderliche Computer- oder Programmierkenntnisse sind heute nicht mehr erforderlich, um den Start in den Onlinehandel zu absolvieren. Sonderliche berufliche Qualifikationen oder Erfahrungen sind ebenfalls keine zwingende Voraussetzung. Ratgeber zur Existenzgründung machen allerdings darauf aufmerksam, dass der erfolgreiche Einstieg in diese Form der Selbständigkeit eine lückenlose und sorgfältige Planung voraussetzt. Der angehende Online-Händler muss eine zündende Geschäftsidee entwickeln, die im Idealfall deckungsgleich mit ohnehin vorhandenen Interessen, Kenntnissen und Fähigkeiten ist. Geschäftsideen müssen darüber hinaus kritisch auf ihre Marktchancen und Erfolgspotenziale hin überprüft werden.

Entscheidungen welche ein Gründer treffen muß

Im Anschluss daran ist der Gründer gefordert, eine ganze Reihe von Entscheidungen zu treffen. So muss beispielsweise entschieden werden, ob die Gründung im Vollerwerb oder im Nebenberuf betrieben werden soll, ob nach einem klassischen Modell oder per DropShipping gehandelt wird oder ob der angehende Unternehmer einen schlüsselfertigen Webshop kauft oder mietet oder sich selber an die Programmierung einer Shop-Oberfläche wagt. Auch in Sachen Vertriebsstrategie gilt es, ein Konzept mit möglichst großen Erfolgsaussichten zu entwickeln. Sollen die angebotenen Produkte vorrangig im eigenen Online-Shop vertrieben werden oder dehnt sich der Verkauf auch auf Marktplätze, Preissuchmaschinen, Webkataloge und soziale Netzwerke aus? Zu guter Letzt ist eine eingehende Beschäftigung mit den steuerlichen und rechtlichen Regelungen erforderlich, die im Onlinehandel gelten. Versäumt der angehende Gründer die eingehende Beschäftigung mit diesen Themen, dann drohen Ärger mit dem Finanzamt und kostspielige Abmahnungen. Wer alle erforderlichen Planungsschritte erfolgreich durchlaufen und sich für seine individuellen Optionen entschieden hat, der kann an die Erstellung eines Businessplans gehen. Hier werden nun alle prognostizierten Einnahmen und Ausgaben übersichtlich aufgelistet, um einen Eindruck davon zu erhalten, ob das geplante Geschäftsmodell tragfähig genug ist. Ist dies der Fall, dann kann es an die eigentliche Gründung gehen. Hierzu ist zunächst lediglich eine Gewerbeanmeldung erforderlich. Das zuständige Finanzamt wird sich kurze Zeit später von selber bei dem Gründer melden und ihn dazu auffordern, einen fiskalischen Fragebogen auszufüllen.

Um angehenden Unternehmern und jungen Gründern einen Ratgeber in Sachen Existenzgründung an die Hand zu geben, hat sich das Online-Magazin INTERNETHANDEL in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 96, 10/2011) umfassend mit dem Thema Unternehmensgründung im Onlinehandel beschäftigt. Im Rahmen einer umfangreichen Titelstory steht interessierten Lesern ein Existenzgründung Ratgeber zur Verfügung, der sämtliche Fragen rund um die Vorbereitungsphase einer Unternehmensgründung im Bereich Onlinehandel ausführlich behandelt. Neben viel Basis- und Hintergrundwissen werden hierbei konkrete Strategien zur Entwicklung tragfähiger Geschäftsideen vermittelt. Darüber hinaus erfährt der Leser, welche Entscheidungen er als angehender Gründer treffen muss und welche Optionen er wählen kann. Eine ausführliche Checkliste unterstützt künftige Onlinehändler bei der Überprüfung des Planungsfortschrittes und stellt sicher, dass keine wichtigen Schritte übersehen werden.



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