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Die Marktformen des Markts

11. Dezember 2012

Zuerst möchte ich mich hier herzlich für die Chance dieses Gastartikels bei Herrn Bock bedanken. Als Stammleser von sponsordealer.de ist es für mich etwas Besonderes, hier meine eigenen Ideen vorstellen und präsentieren zu dürfen.
Hierbei möchte ich die Thematik der Marktformen genauer erläutern und darstellen.

Was sind Marktformen?

Allgemein geht es hierbei darum, die bestehenden Märkte nach bestimmten Kriterien aufzuteilen. Dazu gibt es in der Volkswirtschaft vor allem zwei Varianten, die qualitative Trennung und die quantitative Trennung. Wenn die Märkte nach qualitativen Kriterien aufgeteilt werden, spricht der Wirtschaftler von den Marktarten, welche ich an dieser Stelle allerdings außer Acht lassen möchte. Viel wichtiger ist für uns die Gliederung der Märkte nach quantitativen Gesichtspunkte, also nach der Anzahl der Teilnehmer am Markt. Diese Teilnehmer lassen sich zusätzlich noch in Anbieter und Nachfrager unterteilen.

Welche Marktformen gibt es?

Diese tabellarische Darstellung der Marktformen verdeutlicht, dass durch eine Änderung der quantitativen Gesichtspunkte die Marktform des Markts variiert. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig, da durch diesen Sachverhalt dargestellt wird, welcher Marktteilnehmer die Marktmacht besitzt.

Marktmacht – Wer bestimmt wann?

Aber wer hat denn nun die Macht über einen Markt? Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten, wenn die Tabelle (s.o.) genau ausgewertet wird. Dort ist direkt zu erkennen, bei welcher Marktform wie viele Anbieter und wie viele Nachfrager vorhanden sind. Da sich der Preis am Markt durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage bildet, gilt folgende Faustformel:
„Umso geringer die Quantität einer Marktgruppe, umso höher die Macht der einzelnen Gruppenmitglieder dieser Marktgruppe“
Was zuerst kompliziert klingt, ist eigentlich sehr einfach. Marktgruppen sind entweder Anbieter oder Nachfrager. Laut der Faustformel wäre es also positiv für eine Marktgruppe, wenn Sie wenige Mitglieder hat.

Beispiel: Stellt euch dazu bitte Folgendes vor: Ihr wollt Teppiche verkaufen und geht deshalb zur Weihnachtszeit auf zwei verschiedene Weihnachtsmärkte und bietet dort eure Teppiche an.
Auf Weihnachtsmarkt A schlendern 20 potenzielle Kunden über den Markt, bei dem 40 Teppichverkäufer ihre Waren anbieten.
Bei Weihnachtsmarkt B tummeln sich auch 20 potenzielle Kunden auf dem Markt, allerdings seid ihr die Einzigen, die Teppiche anbieten.
Anhand dieses Beispiels dürfte die Verteilung der Marktmacht sehr schnell deutlich werden, da die Marktgruppe „Anbieter“ deutlich variiert.
Bei Weihnachtsmarkt A gibt es ausreichend Anbieter (40), aber nur wenige Kunden (20). Hier liegt die Marktmacht ganz klar beim Nachfrager, denn die Kunden können Ihre Teppiche dort kaufen, wo Sie am günstigsten sind. Vermutlich wird es unter den 40 Anbietern mindestens einen Anbieter geben, der günstiger ist als ihr. Dann bleibt euch nichts übrig, als entweder eure Preise zu senken, oder auf die Verkäufe zu verzichten. Ihr müsst also auf die Macht des Kunden reagieren.
Anders ist dies bei Weihnachtsmarkt B. Auf diesem Markt gibt es auch 20 Kunden, die allerdings nur bei euch kaufen können, wenn sie einen Teppich suchen. Ihr besitzt nun die Marktmacht und könnt Preise und Bedingungen stellen, die der Kunde entweder akzeptiert, oder auf sein Bedürfnis verzichtet.

Fazit:
Es ist immer wichtig, den betreffenden Markt zu analysieren, bevor ein Unternehmen oder eine Privatunternehmen auf diesen dringt. Dabei hilft eine Betrachtung der Marktformen deutlich weiter, da bei dieser Variante schnell ersichtlich wird, wer die Marktmacht hält. Daher rate ich euch, in vielen Situationen bereits im Hinterkopf zu überlegen, welche Marktformen auf den Märkten vorzufinden sind, die euch interessieren.



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